Therapie

Systemische Hypnotherapie

Die Systemische Hypnotherapie ist als intensive Kurzzeittherapie angelegt. Die Therapie dient der mentalen und seelischen Stärkung der Klienten durch Auflösung von Ursachen von z.B. Traumafolgestörungen, die in Form von Süchten, Selbstsabotagemustern, Ängsten und somatischen Beschwerden oder ähnlichem auftreten können, aber auch Ursache für Burn-Out sein können.

Wie wirkt Hypnose?

"Hypnose ist eine Methode, um die Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Vorstellung oder einen Gedanken zu fokussieren; gleichzeitig werden äußere und innere Wahrnehmungen wie störende Umweltreize oder Schmerzen ausgeblendet. Eine hypnotisierte Person ist vollkommen absorbiert in innere Bilder, seien es Erinnerungen, Vorstellungen von körperlichen Heilungsprozessen oder veränderten Verhaltensweisen. In hypnotischer Trance erlebt man einen veränderten Bewusstseinszustand, in dem das Alltagsdenken und die Wahrnehmung der eigenen Person in den Hintergrund treten. Dadurch fallen die üblichen Kriterien und Bewertungen („Kann ich das? Soll ich das? Hab ich das schon mal gemacht? Wie geht das aus? Was sagen die anderen?“ usw.) weg, und Inhalte können neu verknüpft und anders bewertet werden.
"In hypnotischer Trance erlebt man einen veränderten Bewusstseinszustand, in dem das Alltagsdenken und die Wahrnehmung der eigenen Person in den Hintergrund treten."
Es werden Erfahrungen einbezogen, die einem im normalen Denken gar nicht einfallen würden (z.B. Kindheitserinnerungen), weil sie zu weit weg erscheinen, aber doch zu einer neuen Sichtweise etwas Interessantes beitragen. Gleichzeitig besteht eine größere Durchlässigkeit zu körperlichen Vorgängen, so dass das Imaginieren innerer Bilder physiologische Reaktionen fördern können. Und es besteht eine Offenheit für Suggestionen, die vom Hypnotiseur geäußert werden. In diesem Zustand größerer Durchlässigkeit und Suggestibilität können Verhaltensmuster unterbrochen (z.B. Rauchen), emotionale Blockaden aufgelöst (z.B. Depression) und die Heilung körperlicher Leiden in Gang gesetzt werden (z.B. Migräne)." (Prof. Dr. Dirk Revenstorf)

Der Kern der Systemischen Hypnotherapie besteht darin, unterschiedliche Bewußtseinszustände im Klienten gezielt zu induzieren, um in dem jeweiligen Zustand bestimmte Konfliktdynamiken erlebbar zu machen und sie aufzulösen. Der Therapeut führt und begleitet den Klienten entlang einer inneren Zeitachse in verschiedene Bewusstseinszustände seiner früheren Erfahrungen, welche die Ursache für heutige Störungen sind.

Dabei kann der Klient auch in die Identität anderer beteiligter Personen schlüpfen, und aus ihrer Bewusstseinsperspektive zur Lösung des eigenen Konfliktes beitragen. Mit Hilfe seiner heutigen erwachsenen Ressourcen und der Hilfe des Therapeuten kann er die problematischen Situationen in einer Weise lösen, die ihm aufgrund seiner damaligen begrenzten Möglichkeiten nicht möglich war.

Der systemische Aspekt in der Therapie

In der Therapie schauen wir nicht nur auf den Menschen und sein “Symptom”. Wir schauen auf ihn als ein Wesen, dass in verschiedensten Beziehungen steht. Die wichtigste Beziehung zu anderen Menschen ist in therapeutischer Hinsicht in erster Linie die Herkunftsfamilie - und das über mehrere Generationen hinweg. Die Position, die der Einzelne in seinem System einnimmt, wird sein Befinden, sein Verhalten, sowie seine Beziehungsmuster beeinflussen. Was einen Menschen prägt, sind nicht nur die Beziehungserfahrungen, die er als Kind mit seinen Eltern und anderen Bezugspersonen machte.
Es sind auch unbewusste Beziehungen zu anderen Mitgliedern seines Familiensystems – sogar über mehrere Generationen hinweg, selbst wenn der Mensch diese nie kennengelernt hat. Jede Störung in einem Familiensystem wirkt sich mehr oder weniger auf alle Mitglieder aus - wie bei einem Mobile: Bewegt man irgend einen Teil, bewegt sich immer das ganze System. Und das betrifft nicht nur Glaubensmuster und Einstellungen - selbst Gefühle sind oft nicht auf Selbst-Erlebtes zurückzuführen, sondern können von Familienmitgliedern oder anderen “Weltbildprägern” übernommen sein.
Alleine kann man diese Verstrickungen mit dem System oft nicht erkennen. Ganz einfach deshalb, weil man Teil des Systems ist und damit zu nah dran - es ist so, als würden Sie versuchen, sich selbst klar im Spiegel zu sehen, während Sie mit der Nasenspitze den Spiegel berühren.
Ein weiterer Aspekt ist die Tatsache, dass viele Prägungen in der frühen Kindheit und sogar in der Zeit der Schwangerschaft geschehen, so dass wir kaum bewusste Erinnerungen daran haben - was nicht heißt, dass sie deshalb nicht mehr aus dem Unterbewusstsein heraus wirken würden. Wir schauen mit Ihnen auch auf Ihre Vergangenheit - wo ist kindliche, unschuldige Lust und Neugierde auf das Leben verloren gegangen, in welchen Aspekten haben Sie kindliche oder pubertäre Entwicklungen noch nicht ganz abgeschlossen, was fehlt Ihnen zur ganzen Reife und Selbstverantwortung für ein selbstbestimmtes erwachsenes Leben?

Versöhnung

Wer versöhnlich zurückblicken kann auf seine Herkunft, seine Kindheit, sein Schicksal und das seiner Eltern und Ahnen, kann in Frieden kommen. Dann kann er mit der Kraft seiner Ahnen im Rücken und seinem Blick nach vorne in den Fluss des Lebens steigen, "Ja" zu seinem einzigartigen Leben sagen, sein volles Potential nutzen und seine Bestimmung leben.

Tags: Entwicklung, Persönlichkeit, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Lebensfreude, Hypnose, Systemisch